Die Hochwasserkatastrophe im Juni 2024 stellte den Ort Zusum, das benachbarte Rettingen und die gesamte Region vor eine außergewöhnliche Einsatzlage. Tagelanger Starkregen und bis an die Belastungsgrenze gefüllte Rückhaltebecken führten zu einem raschen und unkontrollierbaren Anstieg der Wasserstände. Um die städtischen Zentren nördlich der Donau – die in früheren Jahrzehnten regelmäßig unter Überschwemmungen litten und durch die Eindeichung ehemaliger Überschwemmungsflächen schrittweise hochwasserfrei gelegt wurden – vor Schlimmerem zu bewahren, folgte die massive Ausleitung der Donau in den Riedstrom. Dieses Vorgehen legte eine verhängnisvolle Dynamik offen: Wasser, dem an einer Stelle der Raum genommen wird, sucht sich seinen Weg an anderer Stelle. Während der Norden geschützt wurde, drückten die Wassermassen mit ganzer Härte in die südlich gelegenen Ortschaften, deren eigene Schutzmaßnahmen über Jahre hinweg auf sich warten ließen. Trotz frühzeitiger Sicherungsmaßnahmen, Sandsackverbau und Deichkontrollen stieg das Wasser weiter und überflutete schließlich Felder, Straßen und Wohnbereiche. Die Evakuierung der Orte wurde angeordnet, während Feuerwehr, THW, Polizei, Bundeswehr, Landwirte und zahlreiche freiwillige Helfer ununterbrochen im Einsatz waren. Die folgenden Bilder dokumentieren die Ereignisse ab Tag 1: den Kampf gegen übertretende Deiche, die Sicherung kritischer Infrastruktur, den Einsatz von Hochleistungspumpen, die Unterstützung überregionaler Feuerwehren – darunter Kräfte aus Schwaben und dem Allgäu – sowie die umfangreichen Aufräum- und Entsorgungsarbeiten nach dem Rückgang der Wassermassen. Sie zeigen das Ausmaß der Schäden, die enorme Belastung für die Bevölkerung und die beeindruckende Einsatzbereitschaft aller Beteiligten. Diese Galerie dient als chronologische Darstellung der Lageentwicklung, der getroffenen Maßnahmen und der sichtbaren Folgen der Flut. Sie würdigt den Einsatz der Hilfskräfte und die Solidarität der Bevölkerung, macht aber zugleich die strukturellen Herausforderungen und die Lastenverteilung einer Katastrophe sichtbar, die den Ort nachhaltig geprägt hat.
